„in memoriam“

Beethoven sprengt mit seiner „Eroica“ von 1805 alle Dimensionen des bisher Dagewesenen.

Seine 3. Sinfonie gleicht einem Elementarereignis im Himmelssturm prometheischer Gedankenwelten: Feuer bringend und Freiheit suchend. Mit der Wucht revolutionärer Neuerungen gräbt sich Beethovens Schlüsselwerk neue Wege, zerschlägt Altes, beschwört Neues.

Die Erinnerung an ihn ist gleichzeitig auch eine „Erinnerung“ Beethovens an einen imaginären Heroen, ursprünglich Napoleon gewidmet, der die Ideale der Französischen Revolution verkörperte, jedoch später mit Füßen trat.

Brahms’ „Variationen über ein Thema von Haydn“ „erinnern“ an ein altes Kompositionsprinzip: der Veränderung der Gestalt, wie sie auch im letzten Satz der „Eroica“ zu hören ist. Die pastoral anmutende Harmonie des Themas, welches zahlreiche dramatische, melancholische und heitere Wandlungen erfährt, verbindet sich mit der Gelöstheit und inneren Ruhe eines „Préludes“ von Gabriel Fauré aus „Pelléas et Mélisande“ am Anfang des Konzerts. Vor-impressionistisches Kolorit trifft auf romantische Farbgebung.

Programm

Gabriel Fauré (1845-1924)
Prélude aus der Ballettsuite „Pelléas et Mélisande“ op. 80 (1898)

Johannes Brahms (1833-1897)
Variationen über ein Thema von Haydn op. 56a (1873)

Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Sinfonie Nr. 3, Es-Dur op. 55 „Eroica“ (1805)

Universitätsorchester Duisburg-Essen
Leitung: Oliver Leo Schmidt
Bläsereinstudierung: Wolfgang Esch

Download Programm (PDF)

Termine

Freitag, 17. Juni 2022, 20 Uhr
Erlöserkirche Essen (Friedrichstr. 17)

Samstag, 18. Juni 2022, 17 Uhr
Zeche Zollverein (Fritz-Schupp-Allee, Halle 12)

EINTRITT 10,-/erm. 5,- € (Schüler, Studierende) Kinder frei
Karten an der Abendkasse,  unter 0180 – 60 50 400 (kostenpflichtig) oder unter www.adticket.de