Sommersemester 2021 (unter Vorbehalt)

“in memorima”

Gabriel Fauré
PRÉLUDE aus der Suite „PELLÉAS ET MÉLISANDE“ op. 80

Johannes Brahms
Variationen über ein Thema von Haydn op. 56a

Ludwig van Beethoven
SINFONIE NR. 3 Es-Dur op. 55 „EROICA“

Beethoven sprengt mit seiner „Eroica“ von 1805 alle Dimensionen des bisher Dagewesenen. Sie gleicht einem Elementarereignis im Himmelssturm prometheischer Gedankenwelten: Feuer bringend und Freiheit suchend. Mit der Wucht revolutionärer Neuerungen gräbt sich Beethovens Schlüsselwerk neue Wege, zerschlägt Altes, beschwört Neues.

Die Erinnerung an ihn ist gleichzeitig auch eine „Erinnerung“ Beethovens an einen imaginären Heroen, ursprünglich Napoleon gewidmet, der die Ideale der Französischen Revolution verkörperte, jedoch später mit Füßen trat.

Brahms’ „Variationen über ein Thema von Haydn“ „erinnern“ an ein altes Kompositionsprinzip: an die Veränderung der Gestalt, wie sie auch im letzten Satz der „Eroica“ zu hören ist. Die pastoral anmutende Harmonie des Themas, welches zahlreiche dramatische, melancholische und heitere Wandlungen erfährt, verbindet sich mit der Gelöstheit und inneren Ruhe eines „Préludes“ von Gabriel Fauré aus „Pelléas et Mélisande“ am Anfang des Konzerts. Vor-impressionistisches Kolorit trifft auf romantische Farbgebung.